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	<title>Scharfe Saucen online bestellen &#187; Chili Pflanzen</title>
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	<description>der scharfe Saucen Blog</description>
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		<title>Chili &#8211; Botanische Bestimmung und Genetik</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 22:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[botanik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufbau einer Chilifrucht
Der Querschnitt einer halbierten Gem&#252;sepaprika zeigt: den gr&#252;nen Fruchtstiel (an dem sich, aus der best&#228;ubten Bl&#252;te die Frucht entwickelt hatte), die sog. Plazenta (das wei&#223;e, schwammige Teil im Fruchtinneren) und den Kelch (Reste der Kelchbl&#228;tter der Bl&#252;te).
Der Stiel ist durch den Kelch mit der Plazenta verwachsen. Diese hat, genau wie die wei&#223;lichen Trennw&#228;nde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufbau einer Chilifrucht<br />
Der Querschnitt einer halbierten Gem&#252;sepaprika zeigt: den gr&#252;nen Fruchtstiel (an dem sich, aus der best&#228;ubten Bl&#252;te die Frucht entwickelt hatte), die sog. Plazenta (das wei&#223;e, schwammige Teil im Fruchtinneren) und den Kelch (Reste der Kelchbl&#228;tter der Bl&#252;te).</p>
<p>Der Stiel ist durch den Kelch mit der Plazenta verwachsen. Diese hat, genau wie die wei&#223;lichen Trennw&#228;nde, Dr&#252;sen, welche Capsaicin erzeugen, au&#223;erdem tr&#228;gt und n&#228;hrt sie die Samenk&#246;rner. Diese sind glatt, nierenf&#246;rmig und meist kleiner als solche von Tomaten. 1000 Samenk&#246;rner wiegen etwa 5-8 Gramm und besitzen etwa 15% fette &#214;le, aber kaum Sch&#228;rfe oder Aromastoffe. Die Scheidew&#228;nde verbinden die Plazenta mit der Spitze an der unteren Fruchtseite und dem Fruchtfleisch, was f&#252;r Stabilit&#228;t sorgt. So kommt, speziell bei Blockpaprika, die Unterteilung in Hohlkammern zustande. Das wasserhaltige Fruchtfleisch ist von einer d&#252;nnen Innenhaut &#252;berzogen, w&#228;hrend es au&#223;en von glatter Fruchtschale, umh&#252;llt und gesch&#252;tzt wird. Diese Schale ist der Hauptsitz der Farbstoffe Carotinoid und Capsanthin.!</p>
<p>Hybride<br />
Chilli-Pepper best&#228;ubt sich selbst: als Zwitter tr&#228;gt jede Bl&#252;te weibliche und m&#228;nnliche Vermehrungsorgane, daher gen&#252;gt im Prinzip eine Pflanze um Fr&#252;chte zu gewinnen. Stehen mehrere Sorten nebeneinander, befruchten sich drei der f&#252;nf genannten Sorten auch gegenseitig: Capsicum annum, C. frutescens und chinense &#8211; sowohl innerhalb der Gattung, als auch in geringeren Ma&#223;e au&#223;erhalb. Immer wieder steht deshalb in Frage, ob es sich dabei wirklich um drei verschiedene Gattungen oder eher um Unter-Gattungen handelt. Ist z.B. eine superscharfe Cayenne einen Kilometer von einer milden Capsicum annum entfernt, kann es durch kreuzweise Best&#228;ubung dazu kommen, dass die Samen der sch&#228;rferen Chili in der n&#228;chsten Generation, mildere Fr&#252;chte produzieren. Andere Fr&#252;chte (wie die Jalapeno) ver&#228;ndern, wenn sie hybridisieren, zwar nicht die Sch&#228;rfe aber variieren ihre Gr&#246;&#223;e. Chilifr&#252;chte waren urspr&#252;nglich nur ca. 1,5- 3 cm gro&#223;. Kreuzungen und Auslese entwickelten verschiedene Formen: heute k&#246;nnen diverse Z&#252;chtungen bis 15 cm lang, aber auch kugelig werden. Durch Kreuzungen entstehen auch Immunit&#228;t gegen Krankheiten, h&#246;here Ertr&#228;ge usw. weswegen inzwischen auch die Gefahr der Vereinheitlichung von Saatgut durch Genmanipulation besteht. Viele Sorten sind schon ausgestorben, weil sie sich f&#252;r landwirtschaftliche Zwecke nicht rentieren. Die Agrarindustrie behauptet, sie wolle den, durch Missernten und D&#252;rreperioden entstandenen Hunger, weltweit ausrotten.</p>
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		<title>Die Wirkung von Chili auf die Psyche</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 22:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[capsaicin]]></category>
		<category><![CDATA[chili]]></category>
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		<description><![CDATA[Bewusstseinsver&#228;nderung
Menschen suchten schon immer Pflanzenwirkstoffe mit bewusstseinserweiternden Eigenschaften. Chilli- Pepper ist solch eine psychotrope Pflanze, denn sie zieht die Aufmerksamkeit von Gewohnheitsmustern des Denkens und der Vorstellung ab, um sie auf eine pl&#246;tzliche Empfindung- scharf und bei&#223;end- zu lenken. W&#228;hrend man f&#252;r einen Moment die Alltagsrealit&#228;t vergisst, erw&#228;chst eine intensive Wahrnehmung von W&#228;rme und Nahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bewusstseinsver&#228;nderung<br />
Menschen suchten schon immer Pflanzenwirkstoffe mit bewusstseinserweiternden Eigenschaften. Chilli- Pepper ist solch eine psychotrope Pflanze, denn sie zieht die Aufmerksamkeit von Gewohnheitsmustern des Denkens und der Vorstellung ab, um sie auf eine pl&#246;tzliche Empfindung- scharf und bei&#223;end- zu lenken. W&#228;hrend man f&#252;r einen Moment die Alltagsrealit&#228;t vergisst, erw&#228;chst eine intensive Wahrnehmung von W&#228;rme und Nahrung in der Mundh&#246;hle. Das Hirnzentrum, das auf die Nervenreizung des Alkaloids Capsaicin reagiert, ist dasselbe welches f&#252;r Gl&#252;cksgef&#252;hle zust&#228;ndig ist. Man k&#246;nnte von einem Belohnungskern sprechen, wobei es egal ist, ob dieser psychisch oder chemisch ( z.B. durch Drogen) angesprochen wird. Ist die Sch&#228;rfeempfindung abgeklungen, stellt sich deshalb nicht nur schmerzd&#228;mpfende Entspannung ein, sondern sogar leichte Euphorie.</p>
<p>Nach dem Verzehr solcher Chiligerichte, die einem das Wasser aus Nase und Augen treiben, ist man entspannt und leicht angeheitert. Die “brennenden” Zunge, wird vom K&#246;rper als Schmerz wahrgenommen, er reagiert mit einer Aussch&#252;ttung von Endorphinen ( k&#246;rpereigene Hormone), welche ein Wohlgef&#252;hl ausl&#246;sen und Schmerzen killen (&#228;hnlich dem Morphium). Deshalb kann man Hot -Peppers unterst&#252;tzend gegen leichte Depressionen einsetzen.</p>
<p>“Some like it hot”<br />
Capsaicin wohnt ein Suchtpotential inne, weil es zur Toleranzbildung kommt. Aufgrund dieses Gew&#246;hnungseffekts der Geschmacksnerven, mu&#223; die Dosis erh&#246;ht werden um weiterhin den Reiz genie&#223;en zu k&#246;nnen. Diese Sucht ist jedoch ungef&#228;hrlich, weil sie nicht abh&#228;ngig macht. Mittlerweile gibt es eine wachsende Gemeinde sog. Chiliheads, welche Chili, freiwillig, in solch hohen Dosen verspeisen, dass man meinen k&#246;nnte, sie wollten sich masochistisch Gewalt anzutun. Das ist nicht der Fall- au&#223;er vielleicht bei extremen Sch&#228;rfegraden- im Vordergrund steht v.a. die Mobilisierung der Geschmacksnerven.</p>
<p>Anders als oft behauptet, t&#246;tet Capsaicin diese nicht ab, sondern steigert das Geschmackserlebnis, durch Mehrdurchblutung und damit Erw&#228;rmung des Gaumens. Daher resultiert wohl auch die aphrodisierende (die sexuelle Kraft f&#246;rdernde) Wirkung von Chilispeisen: die Aussch&#252;ttung von Gl&#252;ckshormonen verbindet sich mit der allgemeinen Kreislaufanregung. Im Spielfilm “Chocolat” werden Chilis, kombiniert mit Schokolade, als F&#246;rderer der Lebenslust gepriesen. Um es auszuprobieren gen&#252;gt ein Gang in die Naschabteilung eines Warenhauses oder in die n&#228;chste Konfiserie…</p>
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		<title>Das Capsaicin und die Sch&#228;rfegrade</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 22:16:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[capsaicin scharf]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Scharfmacher
Von milder Gem&#252;sepaprika mit kaum oder gar keiner Sch&#228;rfe, &#252;ber pikante Peperonisorten und scharfen Cayennepfeffer, bis hin zu extrem scharfen Habaneros: Die Welt der Chilischoten, lateinisch Capsicum, ist bunt und vielf&#228;ltig. Ob Gr&#252;n, Gelb, Rot oder Violett, der Sch&#228;rfegehalt variiert- sogar innerhalb einer Sorte. Es ein farbloses, kristallines Alkaloid (eine stickstoffhaltige organische Verbindung), das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Scharfmacher<br />
Von milder Gem&#252;sepaprika mit kaum oder gar keiner Sch&#228;rfe, &#252;ber pikante Peperonisorten und scharfen Cayennepfeffer, bis hin zu extrem scharfen Habaneros: Die Welt der Chilischoten, lateinisch Capsicum, ist bunt und vielf&#228;ltig. Ob Gr&#252;n, Gelb, Rot oder Violett, der Sch&#228;rfegehalt variiert- sogar innerhalb einer Sorte. Es ein farbloses, kristallines Alkaloid (eine stickstoffhaltige organische Verbindung), das neben anderen Capsacinoiden, Chilis ihren Pep gibt. Capsaicin hei&#223;t das scharfe Stoffwechselprodukt der Chili, das sie in den Fruchtdr&#252;sen der Plazenta und in den Trennw&#228;nden produziert, weshalb diese Teile sch&#228;rfer sind, als das Fruchtfleisch, in dem nur noch halb soviel davon sitzt. Die Samen enthalten die geringste Konzentration. Die Konzentration dieses farblosen und geschmacksfreien Stoffes schwankt, abh&#228;ngig von Standort, Reifegrad und anderen Faktoren zwischen 0,5 und 1 %. Sowohl gegen Bakterien als auch Pilze wirkend, au&#223;erdem hitze- wie k&#228;ltestabil, eignet sich das fett- und alkoholl&#246;sliche Capsaicin hervorragend zum Konservieren. Es macht, durch die Anregung der Verdauungss&#228;fte in Mund und Magen, jede Mahlzeit bek&#246;mmlicher. Auf der Haut setzt es einen Sch&#228;rfe- bzw. W&#228;rmereiz.</p>
<p>Klassifizierung der Sch&#228;rfe<br />
Fr&#252;her wurden die Sch&#228;rfeeinheiten per Geschmackstest ermittelt. Die menschliche Zunge reagiert n&#228;mlich derart sensibel auf Capsaicin, dass sie selbst in einer “hom&#246;opathischen“ Verd&#252;nnung von einem Tropfen Capsaicin auf eine Millionen Tropfen Wasser (1ppm) noch einen thermischen Reiz wahrnimmt. Die jeweilige Testperson probiert also verschieden verd&#252;nnte L&#246;sungen und gibt an, in welcher sie die Sch&#228;rfe gerade noch bemerkt. Anschlie&#223;end werden die Ergebnisse aller Testpersonen miteinander verglichen. Heute misst man Sch&#228;rfe noch exakter, dank Hochleistungsfl&#252;ssigchromatografie (HPLC), welche in den 1980ern entwickelt wurde. Grobe Anhaltspunkte gibt eine Einteilung von Sch&#228;rfegraden, mit der Ma&#223;einheit Scoville (kurz SHU).</p>
<p>Diese Benennung erinnert an den amerikanischen Pharmakologen Wilbur L. Scoville, der sich 1912 eine Art Thermometer f&#252;r Sch&#228;rfestufen ausdachte, (im Amerikanischen: scharf = hot, also hei&#223;). In der Tabelle lesen Sie das “Heiz”-potential der einen oder anderen Sorte ab, wobei sich die Einstufung auf getrocknetes Material bezieht (das ist ca. 10x konzentrierter als frisches). Mehr zu den einzelnen Sorten auf der seite Chilisorten.“, bzw. “..kulinarisch gesehen“, dort wird die Sch&#228;rfe mit diesen Stufenzahlen von eins bis zehn beurteilt. </p>
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		<title>Vom Umgang mit der Sch&#228;rfe von Chili</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 12:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[chili]]></category>
		<category><![CDATA[scharf]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbeugungsma&#223;nahmen
F&#228;lschlicherweise wird oft von den “scharfen Samen” der Chili gesprochen, in denen reichert sich aber am wenigsten Sch&#228;rfe an: man mildert diese v.a. durch das Entfernen der Scheidew&#228;nde. Bei maximalen Aroma und reduzierter Sch&#228;rfe lenkt keine „Sensation“ vom Geschmack der Speisen ab. Wobei die richtige Sch&#228;rfedosis das Geschmackserlebnis intensivieren kann, denn der Scharfmacher Capsaicin reizt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorbeugungsma&#223;nahmen<br />
F&#228;lschlicherweise wird oft von den “scharfen Samen” der Chili gesprochen, in denen reichert sich aber am wenigsten Sch&#228;rfe an: man mildert diese v.a. durch das Entfernen der Scheidew&#228;nde. Bei maximalen Aroma und reduzierter Sch&#228;rfe lenkt keine „Sensation“ vom Geschmack der Speisen ab. Wobei die richtige Sch&#228;rfedosis das Geschmackserlebnis intensivieren kann, denn der Scharfmacher Capsaicin reizt nur die w&#228;rmeempfindlichen Nerven (sorgt f&#252;r mehr Durchblutung) nicht aber die Geschmackszellen. Auch f&#252;r Chililiebhaber gilt: gehen Sie gn&#228;dig mit ihren G&#228;sten um und w&#252;rzen Sie lieber am Tisch nach. Gew&#252;rzm&#252;hle, Hot- Sauce oder das obligatorische Fl&#228;schchen Tabasco bieten sich an. Die Chilidosis sollte zu Beginn n&#228;mlich langsam gesteigert und vielleicht zun&#228;chst die unreif geernteten und daher weniger scharfen gr&#252;nen Chilis verzehrt werden. Je mehr Sie davon essen bzw. damit w&#252;rzen, desto mehr wird sich ihr Gaumen an die Sch&#228;rfe gew&#246;hnen und sie genie&#223;en.</p>
<p>Der empfindliche Nase- und Augenbereich wie auch die Schleimh&#228;ute m&#252;ssen vor dem Kontakt mit Capsaicin besonders gesch&#252;tzt werden. Anders als beim Geschmack findet hier exakt keine Abh&#228;rtung statt. Deshalb empfiehlt es sich, w&#228;hrend des Verarbeitens nicht ins Gesicht zu fassen, die D&#228;mpfe nicht einzuatmen und danach die H&#228;nde mit Seife zu waschen oder gleich von Anfang an Latexhandschuhe zu tragen. Auch das gebrauchte Werkzeug wie Schneidbretter usw. m&#252;ssen sorgf&#228;ltig gesp&#252;lt werden. Die sch&#228;rferen Sorten geh&#246;ren kindersicher aufbewahrt. Bei extrem scharfen Chili, die man nur mit der Pipette dosiert, sollte nicht nur der Profi als zus&#228;tzliche Vorsichtsma&#223;nahmen die Augen mit einer Brille vor Spritzern sch&#252;tzen.</p>
<p>Nachtr&#228;gliche Entsch&#228;rfer<br />
Zu scharf geratene Speisen lassen sich durch die Zugabe dessen, was zum Charakter des jeweiligen Gerichts passt, retten. In der TexMex K&#252;che sind das z.B. Avocados, Tomaten, Mais, Bohnen, K&#228;se; geschmolzener K&#228;se in Chiligerichten ist nicht umsonst h&#228;ufig als Zutat. Bei asiatischer K&#252;che passt z. B. Kokosmilch, Reis, Nudeln, Banane, Sojaprodukte. Auch k&#246;nnen allgemein Kartoffeln mitgekocht werden und danach- sie haben inzwischen etwas von der Sch&#228;rfe absorbiert- wieder entfernt werden; das funktioniert auch bei versalzenen Gerichten.</p>
<p>“Hilfe, es brennt !”<br />
Wer, wenn der Gaumen Feuer f&#228;ngt, mit Wasser sp&#252;lt, k&#252;hlt zwar zun&#228;chst die Zunge, dann jedoch verteilt sich das wasserunl&#246;sliche Capsaicin sch&#246;n in der ganzen Mundh&#246;hle. Besser greift man zu Milch, Kefir, (saure) Sahne oder Joghurt, denn die Milcheiwei&#223;e emulgieren mit dem Capsaicin zu Casein, einer Eiwei&#223;verbindung, die in Milchprodukten sowieso vorliegt. Mit ihrer Hilfe lassen sich auch zu scharf gew&#252;rzte Gerichte nachtr&#228;glich abmildern und gleichzeitig abbinden. Man kann auch zum Zucker Zuflucht nehmen: ein L&#246;ffel Nu&#223;-Nougat-Creme, Schokoladest&#252;cke, Pralinen, oder Bonbons lutschen &#8211; alternativ kann sofort zum Dessert &#252;bergegangen werden. Au&#223;erdem wird zum Aufsaugen des Brennstoffes St&#228;rkehaltiges wie z.B. Brot und Tortillas -nebst reichlich Bier- empfohlen. In China verwendet man wei&#223;en Reis als Gaumenbes&#228;nftiger, in Vietnam hei&#223;en Tee (!), w&#228;hrend die orientalische Abmilderung in Zitronensaft und die der USA in Sour Cream besteht. Je l&#228;nger sie sich diese Ersthelfer im Mund zergehen lassen und je k&#228;lter sie sind, umso besser.</p>
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		<title>Chili und N&#228;hrstoffe</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[chili]]></category>
		<category><![CDATA[nährstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Paprika]]></category>

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		<description><![CDATA[N&#228;hrstoffe
Im Vitalstoffpaket Paprika, das zu etwa 90 Prozent aus Wasser besteht, verbinden sich viele Ballaststoffe mit wenig Kalorien. Das gesunde Vergn&#252;gen hat gerade mal zwischen 14 (gr&#252;ne Paprika) bis 20 (rote Paprika) und 40 (Gew&#252;rzpaprika) Kalorien. Der geringf&#252;gige Unterschied kommt daher, dass die unreifen gr&#252;nen Schoten noch nicht soviel Zucker enthalten wie die roten s&#252;&#223;eren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>N&#228;hrstoffe<br />
Im Vitalstoffpaket Paprika, das zu etwa 90 Prozent aus Wasser besteht, verbinden sich viele Ballaststoffe mit wenig Kalorien. Das gesunde Vergn&#252;gen hat gerade mal zwischen 14 (gr&#252;ne Paprika) bis 20 (rote Paprika) und 40 (Gew&#252;rzpaprika) Kalorien. Der geringf&#252;gige Unterschied kommt daher, dass die unreifen gr&#252;nen Schoten noch nicht soviel Zucker enthalten wie die roten s&#252;&#223;eren, w&#228;hrend die Gew&#252;rzpaprika aus konzentrierterem Fruchtfleisch besteht, also weniger Wasser enth&#228;lt. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen bringt der Verzehr scharfer Chillies den Stoffwechsel in Schwung, wodurch der Grundumsatz gesteigert, d.h. mehr Kalorien verbrannt werden. Pflegen Sie also lieber eine herzhafte K&#252;che, mit Paprika und Chili, anstatt sich um Gewichtszunahme Sorgen zu machen, dann brauchen Sie auch nicht &#252;berm&#228;&#223;ig viel Fett als Geschmackstr&#228;ger.</p>
<p>Das Schlemmen macht zufrieden, denn, egal ob rohe oder gekochte Fr&#252;chte verwendet werden, hier bietet ein komplexer N&#228;hrstoffcocktail viel Erfrischung: in Salaten, als Knabberzeug oder zu Saft gepresst. P&#252;riertes Paprikamark ist vielseitig einsetzbar: als Paste, in einen Gem&#252;sesaft einger&#252;hrt oder aufs Brot gestrichen, f&#252;r Suppen- und Saucengrundlagen und viele pikante Dips und Salsas.</p>
<p>Vitalstoffe<br />
Paprika ist die Gem&#252;sesorte mit dem h&#246;chsten Vitamin C- Gehalt und zwar, je reifer, desto h&#246;her. In einem Fruchtschnitz von 100 Gramm sind zwischen 25- 140 mg (in gr&#252;nen Fr&#252;chten) und 150- 400 mg (in roten, bzw. Tomatenpaprika) enthalten. Das ist mehr als in Citrusfr&#252;chten. Selbst im (nicht abgelagerten) Pulver ist das Vitamin noch nachweisbar.</p>
<p>Das Tagessoll von 100 mg Vitamin C hilft, durch St&#228;rkung des Immunsystems, Krankheiten in Schach zu halten. Mit Paprika ist es schnell erf&#252;llt. Auch der Gehalt an Carotin, ein Pflanzenfarbstoff, welcher in Verbindung mit etwas &#214;l oder Fett verzehrt, zu Vitamin A umgewandelt wird, steigt mit der Reife der Frucht; und ihrer Zunahme an rotorangen Pigmenten. 100 Gramm Frischfrucht bieten von ca. 1 mg (Gr&#252;nfrucht) bis 30 mg (Rotfrucht), wobei 0,15 bzw. 3,5 mg davon Beta-Carotin ist. Durch Zerkleinern oder Kochen wird dieses Vitamin f&#252;r den K&#246;rper leichter verwertbar. Es ist gegen zellsch&#228;digende Genussgifte wirksam und notwendig f&#252;r gesunde Haut und Augen. Flavonoide (Vitamin P), erg&#228;nzen das vitalit&#228;tssteigernde Trio. Diese gelb, rot, blau oder violett f&#228;rbenden (sekund&#228;ren) Pflanzenstoffe sind Mikron&#228;hrstoffe, die einerseits das Nahrungsmittel farblich bzw. geschmacklich gestaltenden und andererseits positive Nebenwirkungen auf die Gesundheit haben.</p>
<p>So fangen sie, als Antioxidantien, freie Sauerstoffradikale, d.h. sie &#252;berf&#252;hren, durch Umweltgifte oder UV- Strahlung entstandene, reaktive Verbindungen in vertr&#228;glichere wodurch die Zelle vor Schaden bewahrt wird. Flavonoide befinden sich zumeist direkt in der Randschicht der Frucht, weswegen es, wenn nicht vonn&#246;ten, besser ist, auf H&#228;uten und Sch&#228;len der Schoten zu verzichten. </p>
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		<title>Gesundheit, Sortenwahl und die Chili Ernte</title>
		<link>http://blog.zungenfeuer.de/gesundheit-sortenwahl-und-die-chili-ernte/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[chili]]></category>
		<category><![CDATA[ernte]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[scharf]]></category>
		<category><![CDATA[sorte]]></category>

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		<description><![CDATA[Pflanzengesundheit
Dem Wachstum gegenseitig f&#246;rderliche Beetnachbarn sind z.B.: Buschbohnen, Dill, Kohl- und Laucharten, Salat, Sellerie und Spinat. Die Erde ist nach dem einj&#228;hrigen Anbau von Nachtschattengew&#228;chsen allerdings ausgelaugt, so dass sie f&#252;r die n&#228;chsten drei bis vier Jahre der Regeneration bedarf, um wieder ausreichend N&#228;hrstoffe zu bilden. W&#228;hrend dieser Pause kann nat&#252;rlich auf andere Bepflanzung zur&#252;ckgegriffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pflanzengesundheit<br />
Dem Wachstum gegenseitig f&#246;rderliche Beetnachbarn sind z.B.: Buschbohnen, Dill, Kohl- und Laucharten, Salat, Sellerie und Spinat. Die Erde ist nach dem einj&#228;hrigen Anbau von Nachtschattengew&#228;chsen allerdings ausgelaugt, so dass sie f&#252;r die n&#228;chsten drei bis vier Jahre der Regeneration bedarf, um wieder ausreichend N&#228;hrstoffe zu bilden. W&#228;hrend dieser Pause kann nat&#252;rlich auf andere Bepflanzung zur&#252;ckgegriffen werden. Die beste Vorbeugung gegen m&#246;gliche Sch&#228;dlinge wie Blattl&#228;use oder Spinnmilben aber auch Viren- und Pilzbefall, besteht darin, Qualit&#228;ts- Saatgut zu verwenden und der Pflanze optimale Bedingungen, also weder zuviel noch zuwenig an Wasser, Luft, W&#228;rme, Licht und N&#228;hrstoffen zu bieten (s.o.). Um bereits ausgebrochene Krankheiten einzud&#228;mmen, befreit man die Pflanze von befallenen Bl&#228;ttern und sorgt, durch Entbl&#228;tterung von unten, f&#252;r bessere Bel&#252;ftung. Jedoch sollten die Bl&#228;tter oberhalb der Frucht dranbleiben, denn sie wirken als Sonnenschutz. Das F&#246;rdern oder gezielten Aussetzen (im Gew&#228;chshaus) von N&#252;tzlingen kann Sch&#228;dlingsbefall bek&#228;mpfen. Erh&#228;ltlich im Gartenfachhandel und &#252;ber Versandfirmen sind z.B. Florfliegen gegen Blattl&#228;use und Thripse, Schlupfwespen gegen wei&#223;e Fliegen oder Raubmilben gegen Spinnmilben. Ansonsten empfiehlt es sich gegen Krankheiten umweltfreundliche Pr&#228;parate einzusetzen. Gegen bestimmte Viren gibt es inzwischen auch, als F1 gekennzeichnet, unempfindliche Hybridz&#252;chtungen; achten Sie bei der Saatgutauswahl darauf.</p>
<p>Sortenwahl und Saatgut<br />
Ihre Sortenwahl sollte einerseits davon bestimmt sein, was Sie m&#246;chten, andererseits, was Sie der Pflanze geben k&#246;nnen. W&#228;hrend Blockpaprika mehr Platz braucht (sie kann bis weit &#252;ber einen Meter hoch werden), gen&#252;gt der Zierpaprika oft schon ein kleiner Fensterplatz. Au&#223;erdem bestimmen die Anspr&#252;che der Pflanzen, meist abh&#228;ngend von ihrem Ursprungsregionen, den Erfolg. So brauchen tropische Arten entweder hohe Temperaturen oder aber die Zeit bis zur Ernte wird lange. Solche Arten kommen f&#252;r raues Klima nicht in Frage, f&#252;hlen sich aber in Gew&#228;chsh&#228;usern wohl. Das Kapitel “Sorten, g&#228;rtnerisch gesehen“, kann Ihnen vielleicht weiterhelfen. Das Saatgut erh&#228;lt man im Samenfachhandel, auf Gartenm&#228;rkten oder &#252;ber (Internet-) Versandfirmen. Au&#223;erdem bekommt man auf M&#228;rkten und in Gartencentern auch Jungpflanzen die schon Fr&#252;chte tragen. Der Wuchs einer kr&#228;ftigen Pflanze ist gedrungen und sie hat noch ihre Keimbl&#228;tter (wenn es sich um eine junge handelt), die Bl&#228;tter sind frisch und sattgr&#252;n. Handelt es sich nicht um Speisesorten sondern um Zierpaprikasorten, ist es ratsam, deren Fr&#252;chte, wegen der m&#246;glicherweise verwendeten gesundheitssch&#228;dlichen Spritzmittel, nicht zu verzehren. Eine &#246;kologische G&#228;rtnerei die sich auf Duft- Heil- und Gew&#252;rzpflanzen spezialisiert hat gibt es beispielsweise im bayrischen Schongau. Dort f&#252;hrt man &#252;ber hundert Chilisorten, die auch bundesweit versendet werden (s. Adressen ). Nat&#252;rlich kann man auch Samen aus den meisten reifen Fr&#252;chten verwenden. Sie werden herausgeschabt und auf einer Unterlage drei Tage bei Raumtemperatur getrocknet. Allerdings ist hierbei die Sortenreinheit nicht gew&#228;hrleistet, denn die Pflanze wurde evtl. von anderen Sorten befruchtet. &#220;berraschung gibt’s also inklusive. Daneben bietet das Internet Tauschb&#246;rsen f&#252;r Seeds. Bis zur Verwendung sollte das Saatgut dunkel, k&#252;hl aber frostfrei und trocken in T&#252;ten oder Deckelgef&#228;&#223;en aufbewahrt werden, so bleibt es etwa drei bis vier Jahre keimf&#228;hig.</p>
<p>Befruchtung<br />
Als Zwitter ist die Paprika mit m&#228;nnlichen und weiblichen Fortpflanzungsapparat in einer Bl&#252;te ausgestattet. Deshalb kann sie sich selbst befruchten und es gen&#252;gen Millimeter, um den Pollen zum Stempel zu tragen. Das erledigt im Freien der Wind oder die Insekten, im geschlossenen (Gew&#228;chs-)haus m&#252;ssen sie selbst daf&#252;r sorgen, denn erst aus einer befruchteten Bl&#252;te kann sich eine Frucht entwickeln. Bei nur wenig Pflanzen k&#246;nnen Sie alle zwei Tage vormittags die Pflanze leicht sch&#252;tteln oder den Pollen mit einem Pinsel abstreifen. F&#252;r den Ertragsg&#228;rtner gibt es Hummelv&#246;lker zum Einsetzen oder vibrierende St&#228;be. Verschiedene Sorten nebeneinander k&#246;nnen sich gegenseitig befruchten. Wird Sortenreinheit gew&#252;nscht, m&#252;ssen die Sorten so getrennt voneinander gepflanzt werden, dass sowohl Wind als auch Bienen gehindert sind, mehrere zu befruchten, und jede Variet&#228;t braucht ihren eigenen Best&#228;uberpinsel.</p>
<p>Ernte<br />
Geerntet wird eine Frucht, wenn sie, nach Beendigung der Gr&#252;nphase, in ihre eigentliche Fruchtfarbe, Rot bzw. Gelb oder Violett umschl&#228;gt, und noch bevor sie weich oder matt wird. Die gr&#252;nen Schoten sind noch unreif und enthalten weniger Vitalstoffe und Aroma als die ausgereiften roten. Ein Vorteil, gr&#252;n zu ernten, besteht darin, dass die Pflanze ihre Kraft nicht weiter in die abgeerntete Frucht verschwendet, sondern in die n&#228;chste geben kann; so da&#223; insgesamt mehr Fr&#252;chte geerntet werden k&#246;nnen. Au&#223;erdem passen manchmal die gr&#252;nen Schoten besser, z.B. f&#252;r gef&#252;llte Paprika oder zum Einlegen. Bei 8°C im Gem&#252;sefach des K&#252;hlschranks lassen sich Paprika und Chilis etwa eine Woche lagern. Weiteres zu Lagerung, Konservierung und Verarbeitung siehe im Kapitel “Die Chili in der K&#252;che”.</p>
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		<title>Chili &#8211; Botanik und Genetik</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 13:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[botanik]]></category>
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		<description><![CDATA[Botanische Bestimmung
Insgesamt existieren eine Unzahl von Chili-Unterarten und Variet&#228;ten. &#220;ber 300 sind bisher bekannt; mehr als 200 davon sind in Mexiko beheimatet. Die Pflanzenfamilie Capsicum, welcher Chili, Paprika und Peperoni angeh&#246;ren, ist Teil der Gro&#223;familie der Nachtschattengew&#228;chse Solanaceae, in der so prominente Mitglieder wie Kartoffel und Tomate, aber auch Giftpflanzen wie die Tollkirsche, vertreten sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Botanische Bestimmung<br />
Insgesamt existieren eine Unzahl von Chili-Unterarten und Variet&#228;ten. &#220;ber 300 sind bisher bekannt; mehr als 200 davon sind in Mexiko beheimatet. Die Pflanzenfamilie Capsicum, welcher Chili, Paprika und Peperoni angeh&#246;ren, ist Teil der Gro&#223;familie der Nachtschattengew&#228;chse Solanaceae, in der so prominente Mitglieder wie Kartoffel und Tomate, aber auch Giftpflanzen wie die Tollkirsche, vertreten sind. Das macht vielleicht verst&#228;ndlich, warum die Fr&#252;chte der Chili- Pepper streng genommen keine Schoten wie z.B. Erbsenschoten sind, auch wenn wir sie oft so bezeichnen, sondern -wie die Tomate- eine Beerenfrucht ist. Das allseits bekannte Gew&#252;rz namens Pfeffer hat mit Capsicum wiederum nichts zu tun, sondern geh&#246;rt zur Gattung der Pfeffergew&#228;chse Piperaceae. Seine Heimat ist S&#252;dindien wohingegen Chilipfeffer definitiv aus Mittel- bzw. S&#252;damerika stammt. Pfeffer bezieht seine Sch&#228;rfe aus dem Inhaltsstoff Piperin, nicht aus Capsaicin &#8211; dieser ist ureigenster Wirkstoff der scharfen Paprika. Der Konsument unterscheidet Hot-Peppers vor allem anhand der Sch&#228;rfe, unter Verwendung einer k&#252;chenpraktischen Skala zwischen milder Gem&#252;se- und scharfer Gew&#252;rzpaprika. Dieses ist jedoch eine Laienqualifizierung, die mit der wissenschaftlichen nicht &#252;bereinstimmt. Dabei f&#228;llt es selbst Wissenschaftlern schwer alle Sorten einwandfrei zuzuordnen.</p>
<p>Kultivierte Gattungen<br />
Aus den, mittlerweile bekannten, &#252;ber zwanzig verschiedene Arten der Gattung Capsicum werden nur die folgenden f&#252;nf weltweit domestiziert:</p>
<p>Capsicum annum: Weltweit ist dies die bedeutendste Art. Gem&#252;sepaprika und die meisten, au&#223;erhalb Lateinamerikas kommerziell angebauten Sorten, geh&#246;ren dazu. Das waren auch die ersten, welche Columbus und seine Nacheiferer rund um den Globus verteilten. Die Fr&#252;chte wachsen nach unten. Annum hei&#223;t zwar j&#228;hrlich- diese, bis zu 1,50 m hoch wachsenden Pflanzen lassen sich jedoch auch mehrj&#228;hrig halten- vorausgesetzt sie werden ihren Anspr&#252;chen gem&#228;&#223; gepflegt und vor Frost gesch&#252;tzt.</p>
<p>Capsicum baccatum: Baccatum hei&#223;t beeren&#228;hnlich. Diese strauchig wachsende Chili-Pepper-Art beinhaltet die meisten in S&#252;damerika beheimateten Sorten aus der Aji- Gruppe. Aji (sprich ah-hee) ist der Begriff f&#252;r Hot-Chili, der sich aus der pr&#228;kolumbianischen Sprache in die der spanischen Eroberer verpflanzt hatte und bis heute darin erhalten blieb. Die Bl&#228;tter, auch die der Bl&#252;ten, sind gro&#223;, letztere wei&#223;- gr&#252;nlich mit gelblichen Tupfen und die Fr&#252;chte sind sowohl rund (wie Beeren) als auch l&#228;nglich. Nur eine Frucht die nach unten h&#228;ngt gibt es pro Knoten, wie bei der Capsicum annum.</p>
<p>Capsicum frutescens: Fructescens bedeutet strauchartig, womit der Wuchs gemeint ist. Die Bl&#252;tenbl&#228;tter sind gr&#252;n und 1 bis 4 davon wachsen aus jedem Knoten. Die meist scharfen Fr&#252;chte, wachsen aufrecht nach oben, das macht sie zur Zierpaprika geeignet. Asien, Afrika und Mexiko sind die Orte in denen sie am intensivsten angebaut wird. Hierunter finden sich die sch&#228;rfsten Schoten.</p>
<p>Capsicum pubescens: Pubescens bedeutet behaart denn die Bl&#228;tter sind pelzig. Die Bl&#252;ten sind violett, und die gro&#223;en, dickfleischigen, meist scharfen Fr&#252;chte beinhalten schwarze Samen. Diese Sorte w&#228;chst sie in den Bergen S&#252;damerikas bis auf 3000 m H&#246;he. Daher ist sie, als einzige der genannten, bis ca. -5°C frosthart. Bei richtiger Pflege kann sie bis zehn Jahre alt werden. Sie kreuzt sich kaum mit anderen Sorten.</p>
<p>Capsicum chinense: Die Bezeichnung chinense verweist nach China, f&#228;lschlicherweise, denn die Heimat dieser Pflanze ist Peru. W&#228;hrend sie in den Andenl&#228;ndern heute kaum noch von Bedeutung ist, wird sie (auf Meeresspiegelh&#246;he) in der Karibik um so mehr kultiviert. Sie entwickelt 2 bis 5 wei&#223;e bis gr&#252;nliche Bl&#252;ten pro Knoten und besitzt ein fruchtiges Aroma bei extremer Sch&#228;rfe. Die l&#228;nglich- ovalen Chilibl&#228;tter sind gestielt und ganzrandig (wie bei allen Gattungen).</p>
<div id="attachment_561" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><img src="http://blog.zungenfeuer.de/wp-content/uploads/2010/06/DSCI0024-150x150.jpg" alt="scharfe Chilis" title="Chilisortiment" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-561" /><p class="wp-caption-text">scharfe Chilis</p></div>
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		<title>Chili &#8211; Anbau und Aufzucht von Chilipflanzen</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 14:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[anbau]]></category>
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		<description><![CDATA[Chili- Peppers sind ein gesundes Gem&#252;se und eignen sich gut zur Selbstversorgung, denn selbst ausgefallene Sorten sind leicht anzubauen. Die Pflanzen eignen sich auch zur Dekoration, denn sie erfreuen das Auge durch sattgr&#252;nes Laub und gl&#228;nzende Schoten in leuchtenden Farben. Au&#223;erdem gibt es keine Probleme mit anderer Pflanzen Nachbarschaft.
Anzucht
F&#252;r die Jungpflanzenanzucht sind etwa neun Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Chili- Peppers sind ein gesundes Gem&#252;se und eignen sich gut zur Selbstversorgung, denn selbst ausgefallene Sorten sind leicht anzubauen. Die Pflanzen eignen sich auch zur Dekoration, denn sie erfreuen das Auge durch sattgr&#252;nes Laub und gl&#228;nzende Schoten in leuchtenden Farben. Au&#223;erdem gibt es keine Probleme mit anderer Pflanzen Nachbarschaft.</p>
<p>Anzucht<br />
F&#252;r die Jungpflanzenanzucht sind etwa neun Wochen einzuplanen. Anfang M&#228;rz kann ausges&#228;t werden. Die Keimung wird beschleunigt, wenn man die Samen zwei Tage, direkt vor der Aussaat, in warmes Wasser legt. F&#252;r die Keimlinge am besten vertr&#228;glich ist n&#228;hrstoffarme Aussaaterde. In das mit Erde gef&#252;llte Gef&#228;&#223; (z.B. T&#246;pfe oder Aussaatschalen) werden die Samen gelegt, angedr&#252;ckt und dann mit 0,5 cm Erde &#252;bersiebt. Ein Etikett erinnert an Sortennamen und Aussaattermin, dann wird mit weichem Brausestrahl gut gew&#228;ssert. Die Temperatur des Aufzuchtortes sollte in der Keimphase, von zehn bis zwanzig Tagen, zwischen 22 und 28° C liegen. Die Aussaat wird mit Vlies, Folie oder Papier abgedeckt, bis die ersten Keimlinge erscheinen, dann wird die Abdeckung entfernt. Aus den schnellsten und kr&#228;ftigsten Keimlingen entwickeln sich erfahrungsgem&#228;&#223; sp&#228;ter die kr&#228;ftigsten und ertragreichsten Pflanzen. Die Erde sollte w&#228;hrend der ganzen Zeit feucht aber nicht nass gehalten werden.</p>
<p>Vereinzeln der Jungpflanzen<br />
Nachdem das Saatgut soweit aufgegangen ist, dass die Keimbl&#228;tter (das erste Blattpaar) voll entfaltet sind und man die Pfl&#228;nzchen gut greifen kann, werden die Keimlinge pikiert, d.h. vereinzelt. Vorbereitend werden T&#246;pfe oder Schalen mit einer Mischung aus Aussaaterde und Blumenerde gef&#252;llt, dahinein bohrt man mit einem kleinen H&#246;lzchen oder einem Pikierstab ein kleines Loch zum Einsetzen des Pfl&#228;nzchens. Dieses hebt man mithilfe des H&#246;lzchens vorsichtig aus der Aussaatschale, dabei setzt man unterhalb der Wurzeln an, und transplantiert sie in das Erdloch im vorbereiteten Gef&#228;&#223;. Von der Seite wird nun sorgsam Erde an die Wurzeln gedr&#252;ckt. Damit die Wurzeln ausreichend Wasser und N&#228;hrstoffe aufnehmen k&#246;nnen, ist es wichtig, dass sie in festem Kontakt mit der Erde stehen. Nach dem Pikieren sollte der Abstand mindestens 10 cm betragen, dann werden die Pfl&#228;nzchen angegossen und etikettiert. An einem hellen Ort mit etwa 22 °C bis zur Zeit des Auspflanzens gestellt, wird die Erde feucht aber nicht nass gehalten. Nach zehn Tagen wird dem Gie&#223;wasser Fl&#252;ssigd&#252;nger beigegeben, diese D&#252;ngung erfolgt zwei- bis dreimal im Rhythmus von zwei Wochen.</p>
<p>Auspflanzung und Klima<br />
Ab Mitte Mai kann ins Freiland gepflanzt werden, ins Fr&#252;hbeet oder ungeheizte Gew&#228;chshaus schon Anfang Mai. Es ist darauf zu achten, dass die Pflanze nicht tiefer eingepflanzt wird als sie vorher im Boden stand, um ihre Stengel vor F&#228;ule zu bewahren. Sind bei niedrig wachsenden (bis 40 cm) Sorten St&#252;tzhilfen entbehrlich, brauchen frei stehende hohe Pflanzen oder solche mit reichem Fruchtansatz Halt, entweder durch waagrecht aufgespannte Netze oder St&#252;tzringe in die sie hineinwachsen k&#246;nnen. Die niedrigen Chili werden in einer Menge von 10 bis 15 pro Quadratmeter, also teppichartig gepflanzt, die hohen sind nur mit vier bis f&#252;nf auf der selben Fl&#228;che vertreten (mindestens 50 cm Abstand). Zur Platzausnutzung in Gew&#228;chsh&#228;usern, empfiehlt sich eine Auf- und Umleiten der Paprikatriebe an Dr&#228;hten bzw. Schn&#252;ren. Vor zu engen Bepflanzung wird gewarnt, denn bei mangelnder Bel&#252;ftung drohen Pilz- und andere Pflanzenkrankheiten. Der Boden im Freiland oder Beet, ist am besten humos und locker, mit einem Ph-Wert von 5,5- 6,5 und mit Kompost oder Stickstoffd&#252;nger vorbehandelt. Wichtig f&#252;r gutes Gedeihen ist ein heller und warmer Standort, d.h. entweder im Fr&#252;hbeet bzw. Gew&#228;chshaus oder an einem gesch&#252;tzten aber unbeschatteten Platz auf Balkon, Terrasse oder an der Hausmauer. Bis nach den Eisheiligen, Ende Mai, sch&#252;tzen in Fr&#252;hbeet und Gew&#228;chshaus, Abdeckungen mit Strohmatten oder Vlies vor Nachtfr&#246;sten. Damit Luft zirkulieren und die Paprika nach oben wachsen kann, werden im Sommer die Fenster des Fr&#252;hbeets auf Mauersteine etc. aufgesockelt.</p>
<p>H&#246;chste Ertr&#228;ge erzielt man nur per klimagesteuertem Gew&#228;chshaus, denn die Temperatur soll zwischen 18°C und 35°C liegen- weshalb f&#252;r den Garten unempfindliche Sorten gebraucht werden und das Kleingew&#228;chshaus im Sommer gel&#252;ftet bzw., bei zu gro&#223;er W&#228;rmeentwicklung, auch beschattet werden soll. Die Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls geregelt sein, denn bei &#252;ber 85% schr&#228;nkt sie die Best&#228;ubung ein, w&#228;hrend bei unter 60% Ernteausf&#228;lle durch Abwerfen von Bl&#252;tenknospen m&#246;glich sind.</p>
<p>Bew&#228;sserung<br />
Die relativ flach wurzelnden Chilis sollten regelm&#228;&#223;ig, mit wenig Wasser, gegossen werden, da sie auf Wasserreserven in der Tiefe nicht zur&#252;ckgreifen k&#246;nnen; und im Sommer trocknet die Erde schnell aus. Dagegen f&#252;hrt Staun&#228;sse, wozu es besonders bei k&#252;hleren Temperaturen schnell kommen kann, evtl. zum Absterben der Wurzeln. Man kann auch eine Bew&#228;sserungsanlage bereitstellen. Sehen die Pflanzen blass und mager aus, wird dem Wasser Fl&#252;ssigd&#252;nger zugegeben, sind sie dunkelgr&#252;n und voll, wird eine D&#252;ngepause eingelegt, so dass man im Schnitt alle ein bis zwei Wochen d&#252;ngt. F&#252;r den Anbau in Balkonk&#228;sten, K&#252;beln, T&#246;pfen und Ampeln in Holz, Ton, oder Plastik gilt es zu beachten, dass Paprikapflanzen keine Staun&#228;sse vertragen, weshalb sich als Drainage empfiehlt, die Gef&#228;&#223;e vor der Bepflanzung unten mit Kieselsteinen, Tonscherben oder Bl&#228;hton zu bef&#252;llen. Als Halterung gibt man normale Blumenerde in den Topf (mit N&#228;hrl&#246;sung gegossene Paprika brauchte an sich keine Erde, denn diese dient ihr nur als N&#228;hrstofflieferant). Jede 3.- 4. Woche wird mit dem Gie&#223;wasser ged&#252;ngt, ansonsten wird je nach Topfgr&#246;&#223;e, regelm&#228;&#223;ig und m&#228;&#223;ig gegossen.</p>
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		<title>Ingwer und Chilli – passt das zusammen?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 23:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chili Pflanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Chutney]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer schon einmal das Sogo Chilli &#38; Ginger Chutney probiert hat, der wei&#223;, dass sich diese beiden Geschmacksnoten auf eine einzigartige Weise erg&#228;nzen. Sternek&#246;che haben mit dieser Kombination ein leckeres Reisgericht kreiert, zu dem man noch Zwiebeln, K&#252;mmel, Salz und etwas Sonnenblumen&#246;l ben&#246;tigt. Pesarattu ist schnell hergestellt, preiswert und noch dazu ein Gericht, das man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer schon einmal das Sogo Chilli &amp; Ginger Chutney probiert hat, der wei&#223;, dass sich diese beiden Geschmacksnoten auf eine einzigartige Weise erg&#228;nzen. Sternek&#246;che haben mit dieser Kombination ein leckeres Reisgericht kreiert, zu dem man noch Zwiebeln, K&#252;mmel, Salz und etwas Sonnenblumen&#246;l ben&#246;tigt. Pesarattu ist schnell hergestellt, preiswert und noch dazu ein Gericht, das man unbedingt der gesunden K&#252;che zurechnen kann. Rezepte daf&#252;r findet man im Internet in fast jeder gr&#246;&#223;eren Sammlung.</p>
<p>Doch das <a href="http://www.zungenfeuer.de/products/Chutneys-Relishes/Sogo-Chilli-Ginger-Chutney.html">Chutney aus Chilli und Ingwer</a> ist noch wesentlich vielseitiger verwendbar. Es kann in der Grillsaison als leckerer Dip f&#252;r Fingerfood eingesetzt werden. Au&#223;erdem haben viele Feinschmecker diese s&#252;dafrikanische K&#246;stlichkeit als Brotaufstrich f&#252;r sich entdeckt. Dabei kann es sowohl allein als lukullisches Highlight auf verschiedenen Wurstsorten genossen werden. Wer zu seinem Braten, zu Schnitzeln oder Steaks eine besondere Sauce auf den Tisch bringen m&#246;chte, der kann das Chutney auch gut zum W&#252;rzen und Verfeinern  verwenden. So kommt Abwechslung auf den Tisch, ohne dass man in seiner K&#252;che unz&#228;hlige Gew&#252;rze bevorraten m&#252;sste.</p>
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		<title>Chili &#8211; Botanik und Genetik</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 20:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zungenfeuer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Botanische Bestimmung
Es existieren insgesamt eine Unzahl von Chili-Unterarten und Variet&#228;ten. Mehr als 300 sind bisher bekannt, davon stammen &#252;ber 200 aus Mexiko. Ein gro&#223;er Teil geh&#246;rt Chili, Paprika und Peperoni an. Diese stammen alle aus der Pflanzenfamilie Capsicum. Dieser wiederum entstammt aus der Gro&#223;familie der Nachtschattengew&#228;chse Solanaceae. In dieser sind so bekannte Mitglieder zu finden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Botanische Bestimmung</p>
<p>Es existieren insgesamt eine Unzahl von Chili-Unterarten und Variet&#228;ten. Mehr als 300 sind bisher bekannt, davon stammen &#252;ber 200 aus Mexiko. Ein gro&#223;er Teil geh&#246;rt Chili, Paprika und Peperoni an. Diese stammen alle aus der Pflanzenfamilie Capsicum. Dieser wiederum entstammt aus der Gro&#223;familie der Nachtschattengew&#228;chse Solanaceae. In dieser sind so bekannte Mitglieder zu finden wie die Kartoffel, Tomate, aber auch Giftpflanzen wie die Tollkirsche. Dies gibt auch zu verstehen, warum die Fr&#252;chte der Chili-Pepper in dem Sinne keine Schoten wie bsp. Erbsenschoten sind. Sie ist eine Beerenfrucht, wie die Tomate, auch wenn wir sie oft anders bezeichnen. Pfeffer, ein ganz bekanntes Gew&#252;rz, hat mit Capsicum wiederum garnichts zu tun, es geh&#246;rt zu einer ganz anderen Gattung, n&#228;mlich der Pfeffergew&#228;chse Piperaceae.  Pfeffer stamd aus S&#252;dindien, wobei Chilipfeffer nachweislich aus Mittel- bzw. S&#252;damerika stammt. Die Sch&#228;rfe des Pfeffers stammt aus dem Inhaltsstoff Piperin, und nicht aus Capsaicin. Der ureigene Wirkstoff der scharfen Paprika heisst Capsaicin. Unterscheiden tut der Konsument Hot Peppers ganz besonders anhand der Sch&#228;rfe, und mit zuhilfenahme einer k&#252;chenpraktischen Skala, auf der alles von milderem Gem&#252;se bis hin zu scharfer Gew&#252;rzpaprika zu finden ist. Hierbei findet jedoch nur eine Laienqualifiezierung statt, die mit einer wissenschaftlichen in keinster Weise &#252;bereinstimmend ist. Selbst Wissenschaftlern f&#228;llt es jedoch schwer, alle Sorten einwandfrei zuzuordnen.</p>
<p><span id="more-161"></span><br />
Kultivierte Gattungen<br />
&#220;ber 20 verschiedene Arten der Gattung Capsicum sind mittlerweile bekannt, davon werden nur die nachfolgenden 5 weltweit domestiziert:</p>
<p>Capsicum annum: die bedeutenste Art weltweit. Zu ihr geh&#246;rt die Gem&#252;sepaprika und die meisten, au&#223;erhalb von Lateinamerika kommerziell angebotenen Sorten. Diese Sorten sind auch die ersten gewesen, die von Columbus und seinen sp&#228;teren Nacheiferern auf der Welt verteilt wurden. Bei dieser Art wachsen die Fr&#252;chte nach unten. Annum bedeutet zwar j&#228;hrlich, allerdings kann man diese bis zu 1,50m hoch wachsenden Pflanzen auch mehrere Jahre halten. Vorraussetzung ist allerdings, die Pflanzen werden ihren Anspr&#252;chen ordnungsgem&#228;&#223; gepflegt sowie vor Frost gesch&#252;tzt.</p>
<p>Capsicum baccatum: Der Name Baccatum bedeutet beeren&#228;hnlich. Diese Chili-Pepper-Art ist sehr strauchig wachsend und hat die meisten Sorten aus der Aji- Gruppe, welche in S&#252;damerika beheimatet sind. Aji (ausgesprochen: ah-hee) ist ein Begriff f&#252;r Hot-Chili. Dieser Begriff hat sich aus der pr&#228;kolumbianischen Sprache in die der spanischen Eroberer verpflanzt. Bis heute blieb dies erhalten. Die Bl&#228;tter der Bl&#252;ten, sowie die normalen Bl&#228;tter, sind alle gro&#223;. Die Bl&#252;tenbl&#228;tter sind wei&#223;-gr&#252;nlich mit gelblichen Tupfen. Die Fr&#252;chte sind rund (beerenf&#246;rmig) und l&#228;nglich. Hierbei gibt es jedoch nur eine Frucht, die nach unten h&#228;ngt, pro Knoten. Dies ist auch bei der Capsicum annum der Fall.</p>
<p>Capsicum frutescens: Strauchartig bedeutet der Begriff Fructescens. Hier ist der Wuchs mit gemeint. Die Farbe der Bl&#252;tenbl&#228;tter ist gr&#252;n und 1 &#8211; 4 Wachsen aus jedem Knoten. Durch den aufrecht nach oben wachsenden Trieb, sind diese meist scharfen Fr&#252;chte auch zur Zierpaprika geeignet. In Asien, Afrika und Mexiko wird diese Frucht am intensivsten angebaut. Dort lassen sich die sch&#228;rfsten Schoten finden.</p>
<p>Capsicum pubescens: Der Begriff Pucscens bedeutet behaart. Die Bl&#228;tter sind in dem Fall pelzig. Die Bl&#252;ten haben eine violette Farbe, die gro&#223;en und dickfleischigen, haupts&#228;chlich scharfen Fr&#252;chte tragen schwarze Samen. Bis auf 3000m H&#246;he w&#228;chst diese Sorte in den Bergen S&#252;damerikas. Aus dem Grund ist sie, als einzige der genannten Sorten, bis ca. -5°C frostbest&#228;ndig. Einer richtigen Pflege vorausgesetzt, kann sie bis zu 10 Jahre alt werden. Mit anderen Sorten kreuzt sie sich kaum.</p>
<p>Capsicum chinense: Wie der Name vermuten l&#228;sst, verweist diese Sorte nach China. Dies ist jedoch falsch, denn die Pflanze ist in Peru beheimatet. In den Andenl&#228;ndern ist sie heute kaum noch von Bedeutung, daf&#252;r ist sie (auf Meerespiegelh&#246;he) in der Karibik umso mehr anzufinden. 2 &#8211; 5 wei&#223;e bis gr&#252;nliche Bl&#252;ten pro Knoten entwickelt sie und besitzt zudem bei extremer Sch&#228;rfe noch ein fruchtiges Aroma. Diese ovalen, l&#228;nglichen Chilibl&#228;tter sind allesamt gestielt und ganzrandig (zu finden bei allen Gattungen).</p>
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