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Chili – Botanische Bestimmung und Genetik

Mittwoch, 30. Juni 2010

Aufbau einer Chilifrucht
Der Querschnitt einer halbierten Gemüsepaprika zeigt: den grünen Fruchtstiel (an dem sich, aus der bestäubten Blüte die Frucht entwickelt hatte), die sog. Plazenta (das weiße, schwammige Teil im Fruchtinneren) und den Kelch (Reste der Kelchblätter der Blüte).

Der Stiel ist durch den Kelch mit der Plazenta verwachsen. Diese hat, genau wie die weißlichen Trennwände, Drüsen, welche Capsaicin erzeugen, außerdem trägt und nährt sie die Samenkörner. Diese sind glatt, nierenförmig und meist kleiner als solche von Tomaten. 1000 Samenkörner wiegen etwa 5-8 Gramm und besitzen etwa 15% fette Öle, aber kaum Schärfe oder Aromastoffe. Die Scheidewände verbinden die Plazenta mit der Spitze an der unteren Fruchtseite und dem Fruchtfleisch, was für Stabilität sorgt. So kommt, speziell bei Blockpaprika, die Unterteilung in Hohlkammern zustande. Das wasserhaltige Fruchtfleisch ist von einer dünnen Innenhaut überzogen, während es außen von glatter Fruchtschale, umhüllt und geschützt wird. Diese Schale ist der Hauptsitz der Farbstoffe Carotinoid und Capsanthin.!

Hybride
Chilli-Pepper bestäubt sich selbst: als Zwitter trägt jede Blüte weibliche und männliche Vermehrungsorgane, daher genügt im Prinzip eine Pflanze um Früchte zu gewinnen. Stehen mehrere Sorten nebeneinander, befruchten sich drei der fünf genannten Sorten auch gegenseitig: Capsicum annum, C. frutescens und chinense – sowohl innerhalb der Gattung, als auch in geringeren Maße außerhalb. Immer wieder steht deshalb in Frage, ob es sich dabei wirklich um drei verschiedene Gattungen oder eher um Unter-Gattungen handelt. Ist z.B. eine superscharfe Cayenne einen Kilometer von einer milden Capsicum annum entfernt, kann es durch kreuzweise Bestäubung dazu kommen, dass die Samen der schärferen Chili in der nächsten Generation, mildere Früchte produzieren. Andere Früchte (wie die Jalapeno) verändern, wenn sie hybridisieren, zwar nicht die Schärfe aber variieren ihre Größe. Chilifrüchte waren ursprünglich nur ca. 1,5- 3 cm groß. Kreuzungen und Auslese entwickelten verschiedene Formen: heute können diverse Züchtungen bis 15 cm lang, aber auch kugelig werden. Durch Kreuzungen entstehen auch Immunität gegen Krankheiten, höhere Erträge usw. weswegen inzwischen auch die Gefahr der Vereinheitlichung von Saatgut durch Genmanipulation besteht. Viele Sorten sind schon ausgestorben, weil sie sich für landwirtschaftliche Zwecke nicht rentieren. Die Agrarindustrie behauptet, sie wolle den, durch Missernten und Dürreperioden entstandenen Hunger, weltweit ausrotten.

Chili – Botanik und Genetik

Dienstag, 15. Juni 2010

Botanische Bestimmung
Insgesamt existieren eine Unzahl von Chili-Unterarten und Varietäten. Über 300 sind bisher bekannt; mehr als 200 davon sind in Mexiko beheimatet. Die Pflanzenfamilie Capsicum, welcher Chili, Paprika und Peperoni angehören, ist Teil der Großfamilie der Nachtschattengewächse Solanaceae, in der so prominente Mitglieder wie Kartoffel und Tomate, aber auch Giftpflanzen wie die Tollkirsche, vertreten sind. Das macht vielleicht verständlich, warum die Früchte der Chili- Pepper streng genommen keine Schoten wie z.B. Erbsenschoten sind, auch wenn wir sie oft so bezeichnen, sondern -wie die Tomate- eine Beerenfrucht ist. Das allseits bekannte Gewürz namens Pfeffer hat mit Capsicum wiederum nichts zu tun, sondern gehört zur Gattung der Pfeffergewächse Piperaceae. Seine Heimat ist Südindien wohingegen Chilipfeffer definitiv aus Mittel- bzw. Südamerika stammt. Pfeffer bezieht seine Schärfe aus dem Inhaltsstoff Piperin, nicht aus Capsaicin – dieser ist ureigenster Wirkstoff der scharfen Paprika. Der Konsument unterscheidet Hot-Peppers vor allem anhand der Schärfe, unter Verwendung einer küchenpraktischen Skala zwischen milder Gemüse- und scharfer Gewürzpaprika. Dieses ist jedoch eine Laienqualifizierung, die mit der wissenschaftlichen nicht übereinstimmt. Dabei fällt es selbst Wissenschaftlern schwer alle Sorten einwandfrei zuzuordnen.

Kultivierte Gattungen
Aus den, mittlerweile bekannten, über zwanzig verschiedene Arten der Gattung Capsicum werden nur die folgenden fünf weltweit domestiziert:

Capsicum annum: Weltweit ist dies die bedeutendste Art. Gemüsepaprika und die meisten, außerhalb Lateinamerikas kommerziell angebauten Sorten, gehören dazu. Das waren auch die ersten, welche Columbus und seine Nacheiferer rund um den Globus verteilten. Die Früchte wachsen nach unten. Annum heißt zwar jährlich- diese, bis zu 1,50 m hoch wachsenden Pflanzen lassen sich jedoch auch mehrjährig halten- vorausgesetzt sie werden ihren Ansprüchen gemäß gepflegt und vor Frost geschützt.

Capsicum baccatum: Baccatum heißt beerenähnlich. Diese strauchig wachsende Chili-Pepper-Art beinhaltet die meisten in Südamerika beheimateten Sorten aus der Aji- Gruppe. Aji (sprich ah-hee) ist der Begriff für Hot-Chili, der sich aus der präkolumbianischen Sprache in die der spanischen Eroberer verpflanzt hatte und bis heute darin erhalten blieb. Die Blätter, auch die der Blüten, sind groß, letztere weiß- grünlich mit gelblichen Tupfen und die Früchte sind sowohl rund (wie Beeren) als auch länglich. Nur eine Frucht die nach unten hängt gibt es pro Knoten, wie bei der Capsicum annum.

Capsicum frutescens: Fructescens bedeutet strauchartig, womit der Wuchs gemeint ist. Die Blütenblätter sind grün und 1 bis 4 davon wachsen aus jedem Knoten. Die meist scharfen Früchte, wachsen aufrecht nach oben, das macht sie zur Zierpaprika geeignet. Asien, Afrika und Mexiko sind die Orte in denen sie am intensivsten angebaut wird. Hierunter finden sich die schärfsten Schoten.

Capsicum pubescens: Pubescens bedeutet behaart denn die Blätter sind pelzig. Die Blüten sind violett, und die großen, dickfleischigen, meist scharfen Früchte beinhalten schwarze Samen. Diese Sorte wächst sie in den Bergen Südamerikas bis auf 3000 m Höhe. Daher ist sie, als einzige der genannten, bis ca. -5°C frosthart. Bei richtiger Pflege kann sie bis zehn Jahre alt werden. Sie kreuzt sich kaum mit anderen Sorten.

Capsicum chinense: Die Bezeichnung chinense verweist nach China, fälschlicherweise, denn die Heimat dieser Pflanze ist Peru. Während sie in den Andenländern heute kaum noch von Bedeutung ist, wird sie (auf Meeresspiegelhöhe) in der Karibik um so mehr kultiviert. Sie entwickelt 2 bis 5 weiße bis grünliche Blüten pro Knoten und besitzt ein fruchtiges Aroma bei extremer Schärfe. Die länglich- ovalen Chiliblätter sind gestielt und ganzrandig (wie bei allen Gattungen).

scharfe Chilis

scharfe Chilis

Chili – Botanik und Genetik

Samstag, 17. Oktober 2009

Botanische Bestimmung

Es existieren insgesamt eine Unzahl von Chili-Unterarten und Varietäten. Mehr als 300 sind bisher bekannt, davon stammen über 200 aus Mexiko. Ein großer Teil gehört Chili, Paprika und Peperoni an. Diese stammen alle aus der Pflanzenfamilie Capsicum. Dieser wiederum entstammt aus der Großfamilie der Nachtschattengewächse Solanaceae. In dieser sind so bekannte Mitglieder zu finden wie die Kartoffel, Tomate, aber auch Giftpflanzen wie die Tollkirsche. Dies gibt auch zu verstehen, warum die Früchte der Chili-Pepper in dem Sinne keine Schoten wie bsp. Erbsenschoten sind. Sie ist eine Beerenfrucht, wie die Tomate, auch wenn wir sie oft anders bezeichnen. Pfeffer, ein ganz bekanntes Gewürz, hat mit Capsicum wiederum garnichts zu tun, es gehört zu einer ganz anderen Gattung, nämlich der Pfeffergewächse Piperaceae. Pfeffer stamd aus Südindien, wobei Chilipfeffer nachweislich aus Mittel- bzw. Südamerika stammt. Die Schärfe des Pfeffers stammt aus dem Inhaltsstoff Piperin, und nicht aus Capsaicin. Der ureigene Wirkstoff der scharfen Paprika heisst Capsaicin. Unterscheiden tut der Konsument Hot Peppers ganz besonders anhand der Schärfe, und mit zuhilfenahme einer küchenpraktischen Skala, auf der alles von milderem Gemüse bis hin zu scharfer Gewürzpaprika zu finden ist. Hierbei findet jedoch nur eine Laienqualifiezierung statt, die mit einer wissenschaftlichen in keinster Weise übereinstimmend ist. Selbst Wissenschaftlern fällt es jedoch schwer, alle Sorten einwandfrei zuzuordnen.

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